Lotsenversetzboot Typ Warnow

(Diese Seite ist noch eine Baustelle)

Hier geht es um die Sammlung von Informationen über die Lotsenversetzboote, die von den 60er Jahren an bis fast in die 90er Jahre hinein in Warnemünde im Einsatz waren. Ziel ist es, später einmal ein ferngesteuertes Schiffsmodell im Maßstab 1:50 bauen zu können. Leider gibt es dafür keinen fertigen Plan. Die Quellenlage zur die Erstellung eines solchen Planes ist nicht so einfach, aber doch nicht ganz hoffnungslos. Ich wäre dankbar für Informationen aller Art - Zeichnungen, Fotos, Angaben zu Werften, Namenslisten, Verbleib, etc.

Bauplanunterlagen

Es gibt von dem Boot zwei Veröffentlichungen im Maßstab 1:200 aus den 60er Jahren, also als die Boote gerade gebaut oder geplant wurden. Eine Zeichnung ist im Buch "Vom Wikingerboot zum Tragflügelschiff" von Herbert Thiel und eine leicht bessere in der Zeitschrift "Modellbau und Basteln" 7/1960, ebenfalls von Herbert Thiel. Für den Bau eines ferngesteuerten Modells sind sie jedoch zu ungenau.

Sehr viel weiter geholfen hat mir Jürgen Eichardt, der mir einen hochauflösenden detaillierten Scan von der polnischen Exportversion und einige Fotos davon geschickt hat. Dafür vielen Dank. Rumpf und Aufbauten der polnischen Boote stimmen mit den Warnemündern überein - bis auf einen Extra-Anbau an der Rückwand des Aufbaus. Selbst die meisten Ausrüstungsteile an Deck befinden sich in diesem Plan dort, wo sie auch in den kleinen Plänen von Herbert Thiel sind. Leider fehlt der Linienriss, was aber nicht schlimm ist, da man den Riss in 1:200 genügend genau hinein interpolieren könnte.

Im Schifffahrtsmuseum Rostock (damals noch mit zwei Fs geschrieben) war bis Ende der 70er (?) Jahre ein sehr schönes Modell dieses Bootes ausgestellt - etwa 40 cm lang, wenn ich mich recht erinnere. Irgendjemand hat also das Boot im Modell bereits gebaut und muss dafür auch ein Plan gehabt haben. Auf meine Anfrage beim Schifffahrtsmuseum war die Leiterin, Frau Dr. Kathrin Möller, so nett, im Depot nachzusehen, ob das Modell noch existiert. Gefunden hat sie ein sehr einfaches Modell, bei dem es sich leider um einen anderen Typ handelt, bzw. eins, das vermutlich kein konkretes Vorbild hat.

Die Zeichnung aus "Modellbau und Basteln" 7/1960

Warum gerade dieses Boot?

Als gebürtiger Rostocker war ich als Kind oft in Warnemünde zu Besuch bei meinen Großeltern. Die kleinen Nussschalen der Lotsenboote haben mich fasziniert, solange ich denken kann. Man konnte sie von der Mole aus häufig beobachten. Bei fast jeden Wetter begleiteten sie ein- und auslaufenden Schiffe, um Lotsen an Bord zu bringen oder abzuholen. Bei schweren Seegang war es beeindruckend, wie sie sich schwankend und hüpfend durch die Brecher kämpften. Über der Zeichnung im Buch "Vom Wikingerboot zum Tragflügelschiff" habe ich oft und lange gebrütet und muss sogar begonnen haben, den Linienriss zu vergrößern. Leichte Narben im Papier führe ich auf einen Stechzirkel zurück. Im Schifffahrtsmuseum habe ich mir fast die Nase an der Glasscheibe platt gedrückt, die mich von meinem Lieblingsmodell trennte. Schon damals wäre es ein sehr geeignetes Projekt für einen Anfänger im Schiffsmodellbau gewesen - da einfach und überschaubar. Irgendwie konnte ich mich jedoch nie dazu durchringen, wirklich damit zu starten.

Die Boote

Gebaut wurden die Boote in verschiedenen Werften. Vermutlich gab es eine zentrale Vorgabe. Jede Werft hat hat leichte Änderungen vorgenommen. Manche wurden für den Export gebaut. Im Laufe der Zeit sind die Boote verändert worden. Jedes Boot sieht etwas anders aus. Es gab auch noch ganz ähnliche Boote mit etwas anderen Dimensionen.

Dies alles zu ordnen, ist zunächst mein Ziel.

... wird fortgesetzt.

Quellenangaben

... folgen noch ...