Hangmodul, ein Partner für AuLa und andere Hänge

Lange Zeit fristete das Modul vom Auslieferlager (AuLa) ein Dasein als Single. Es wurde längst Zeit, ihm einen Gegenpart zu verschaffen, sodaß die beiden als Paket auf Reise zu FREMO-Treffen gehen können. Aula ist 80 Zentimeter lang. Es gibt dazu noch einen 10 Zentimeter langen Adapter (NRE-304) vom Hang-Profil auf flach. Es lag also nichts näher, als ein 70 Zentimeter langes Modul zu bauen, dass an beiden Enden ein Hang-Profil besitzt und zusammen mit den 10 Zentimetern des Adapters auf die passenden 80 Zentimeter Länge kommt.

Das Modul kann also zwischen AuLa und Adapter gesetzt werden, aber auch z.B. in die Mitte des Hangbogens aus NRE-305 und NRE-306, und natürlich auch bei allen anderen Kombinationen, wenn zwei Hang-Profile aufeinander treffen.


Der Bau des Modulrahmens und das Verlegen des Streckengleises ist nicht so interessant. Deshalb zeige ich hier nur das Ergebnis. Wie man Streckenmodule baut, habe ich bereits bei den 15° Bögen, der Eckmühle und den Hang-Bögen gezeigt.

Zunächst muss der Rahmen mit Material aufgefüllt werden. Ich habe dazu eine 2 Zentimeter dicke Styroporplatte aus dem Baumarkt mit dem Cutter-Messer in passende Teile geschnitten und straff eingepasst. Rechts und links, wo der Hang vorne abfällt, muss extra aufgefüllt werden. Geklebt wird mit Ponal.

Hier ist soweit die gesamte Fläche aufgefüllt.

Blick auf die Unterseite. Die Nadeln verhindern ein Verschieben bzw. Durchhängen des Styropos.

Alle Schichten, die später einmal das Gelände tragen sollen, sind aufgebracht. Es kann jetzt geschnitzt werden.

An der Vorderkante soll ein Stück relativ ebene Weidefläche entstehen. Daher wird hier mit einem langen Brotmesser vorsichtig gearbeitet. Das Bild lässt bereits ahnen, was jetzt folgt.

Styropor mit Cutter-Messer und Brot-Messer zu schneiden ist - mit Verlaub ausgedrückt - eine ziemlich unangenehme Sauerei. Ich empfehle daher, sich die Zeit zu nehmen und die Schnitzerei nur einmal vorzunehmen, um danach nur einmal saubermachen zu müssen. Das Zeug läd sich beim Schneiden statisch auf und ist dann kaum noch von den Händen und Unterarmen weg zu bekommen. Zwei helfende Tricks: Wenn sich nur kleine Teile an den Händen abgesetzt haben, hilft kräftiges Zusammenklatschen der Hände (vorzugweise über dem Modul). Nach einer Weile ist die statische Aufladung zu groß, dass alles Klatschen umsonst ist. Hier hilft Hände anfeuchten. Zur Not spuckt man sich in die 'bestyroporten' Hände. Die führt zum Ladungsausgleich und das weiße Zeug lässt sich abstreifen bzw. abklatschen.

Fertiggeschnitzt und Saubergemacht. Das Styropor bildet nur den Träger für die später aus Gips geformten Felsen. Daher brauchen die Formen noch nicht sehr genau der später sichtbaren Oberfläche zu entsprechen. Als Abschluss der Schnitzerei erhält das Styropor noch einen Anstrich mit verdünnten Ponal, damit kleine lose Teile festgehalten werden.

Und das hier ist keine polare Schnee- und Eiswüste, sondern der Zustand, bei dem der Untergrund aus Styrodur mit einer Schicht Küchenpapier versehen wurde und Gips auf die Stellen aufgetragen wurde, wo später die Felsen aus dem Boden schauen sollen. Viel ist nicht zu erkennen.

Hier wird die Felsstrucktur schon deutlicher. Stark verdünnte Wasserfarbe zieht von alleine in die Ritzen und bildet dort die dunklen Stellen. Ist mal doch zuviel Farbe im Spiel gewesen, kann man mit Wasser die Oberfläche wieder aufhellen.

Und noch einmal dieselbe Stelle. Jetzt sind die Flächen, auf denen später Bewuchs sein soll, braun-grün-gelblich gefärbt. Damit bekomme ich frühzeitig einen anschaulicheren Eindruck, wie das Endergebnis aussehen könnte. Ich "designe" sozusagen die spätere Landschaft schon einmal vor. Wo immer sich in der Natur eine Wurzel versenken lässt, wächst auch irgendetwas Grünes. Daher werden die Felsflächen später nur recht wenig aus dem Bewuchs heraus schauen.

Die Felsflächen müssen in mehreren Schritten "gesetzt" werden. Das geht nicht in einem Rutsch. Der Gips wird aufgebracht, grob vorgeformt und dann antrocknen gelassen. Bevor er ganz durchgehärtet ist, beginne ich bereits die Felsstrukturen zu schnitzen. Wenn der Gips noch weich ist, geht das viel einfacher. Die zu bearbeitende Fläche darf nicht zu groß sein, da während des Schnitzens die Fläche natürlich weitertrocknet.
Im Bild sieht man im Vordergrund bereits fertige Flächen. Rechts oben sind die Felsen bereits da und auch farblich bearbeitet. Es fehlt dort noch das Design der bewachsenen Flächen. Links trocknet gerade Gips am Abhang zur Strecke hin und erwartet das Schnitzmesser. Links oben hat das Styropor bisher nur ein Schicht Küchenpapier.

Die Teufelsschlucht, hier aus feuchten Gips zunächst hingeschmiert. Felsstrukturen kommen noch.