Waldsee

Der stille Waldsee im linken Teil der Anlage machte ordentlich Mühe. Ich brauchte drei Anläufe für ein zufriedenstellendes Ergebnis. Wasser halbwegs realistisch darzustellen, ist wohl eins der schwierigsten Dinge bei der Gestaltung von Landschaften.

See - zum Ersten

Der erste Versuch misslang mit den Water-Drops von Noch. Hier müssen die beiden zu mischenden Komponenten im Topf auf ca. 200°C erhitzt und gut verrührt werden. Die erste Schicht ging ganz gut. Die zweite, etwa 2 mm dicke, Schicht blieb an der Oberfläche klebrig. Außerdem war statt eines trüben Waldsees eher ein klarer Baggersee entstanden.

Die Seeschüssel entstand auf gleiche Weise wie der dritte Versuch (siehe unten). Die Uferbereiche hatte ich mit Wasserfarbe aus dem Malkasten ocker gefärbt, den Boden himmelblau.

See - zum Zweiten

Dem zweiten Versuch lag folgende Überlegung zugrunde:
Wenn ich von oben auf eine trübe Wasserfläche blicke, kann ich nur wenige Zentimeter in das Wasser hineinschauen. Diese Schicht maßstäblich verkleinert entspricht etwa einer Schicht Klarlack. Müsste es also gehen, dass man einfach eine Fläche mit der gewünschten trüben Farbe des Wassers streicht und anschließend mit Klarlack den Glanz erzeugt?

Es ging nicht! Die so behandelte Fläche sah in keiner Weise wie eine Wasserfläche aus. Selbst der Versuch, eine Schicht Epoxydharz aufzubringen, misslang. Ich hatte eine Sperre für das Harz aus Styropor geschnitten. Dabei habe ich gelernt, dass Epoxydharz durch das Styropor kriecht und die Arbeitsplatte versaut. Mist!

See - zum Dritten

Für den dritten Versuch habe ich langsam aushärtendes Epoxydharz eines bekannten Elektronik-Discounters verwendet. Vorher hatte ich irgendwo im Indernett gefunden, das man den Eindruck von Trübung und Wassertiefe erreichen kann, indem man mehrere Schichten übereinander anbringt, wobei die Transparenz von unten nach oben steigt. Die oberste Schicht wird ganz leicht bläulich eingefärbt, um den sich im Wasser spiegelnden Himmel darzustellen.

Ein Vorversuch verlief erfolgreich. Leider härtet das Epoxydharz an der Oberfläche nicht spiegelnd aus. Eine Schicht Klarlack brachte keine Besserung. Die Rettung kam in Gestalt von klarer Fenstermalfarbe (Marabu Window Color). Eigentlich wird die verwendet, wenn ein See mit einer Plexiglasscheibe gebaut werden soll (siehe "Landschaftsbau, Schritt für Schritt", Eisenbahn-Journal, ISBN 3-89610-163-3, sehr empfehlenswert). Statt die Farbe auf die Plexiglas-Platte zu malen, habe ich sie einfach auf meinen Epoxydharzblock gestrichen. Das Ergebnis lässt sich sehen Sh0


Das langsame Epoxydharz.

Das wird keine Saling für ein Segelschiff, sondern das Seegerüst.

Der See liegt Probe.

Der Seegrund wird aus Gips (Moltofill) geformt.

Die erste Schicht Harz wird braungrün trübe eingefärbt. Die nächsten Schichten immer weniger.

Noch einmal Probeliegen in der Senke. Hier sieht man sehr schön, dass die Oberfläche vom Harz matt bleibt.

Die Fenstermalfarbe wird glasklar, wenn sie ausgetrocknet ist.

Das Seeufer wird bepflanzt ...

... und der See endgültig plaziert ...

... und zugewuchert.