Silvesterlayout [zɪlvɛstəʁ'leɪaʊt], das

Unter Silvesterlayout versteht man ein bei mir zu Hause aufgebautes Arrangement, bestehend aus meiner Modelleisenbahnanlage und Erweiterungen mit eigenen und fremden FREMOdulen, und dem auf diesem Arrangement veranstalteten Modelleisenbahnbetrieb.

Rückblickend muss ich sagen, dass ich niemals mit so viel Interesse gerechnet hätte. Das Silvesterlayout hat sich zu einer Tradition entwickelt, die viele der Mitspieler nicht mehr missen wollen. 2017 "feierten" wir das zehnjährige Jubiläum und das Interesse ist weiterhin ungebrochen. Dabei haben wir 2008 ganz klein angefangen. Von meiner kleinen Eisenbahnanlage fuhren wir 2 - 3 Meter über einen Adapter und 4 FREMO-Streckenmodule nach Emondsfeld, als Endbahnhof eingesetzt, weil der genügend Abstellkapazität besitzt. Inzwischen belegen wir während der Spielzeit alle 3 Räume meiner kleinen Dachwohnung. Wir haben 4 echte Bahnhöfe, einen Schattenbahnhof und 3 Betriebsstellen, von denen eine ein ausgewachsener Hafen ist. Es gibt sogar einen Tunnel, der durch ein Loch in der Wand in das angrenzende Zimmer führt. Die Fahrstrecke beträgt fast 20 Meter.

Jedes Jahr wird kurz vor Weihnachten das Arrangement betriebsbereit gemacht. Der Aufbau variiert von Mal zu Mal. Ende Januar wird dann wieder abgebaut. Während das Arrangement steht, herrscht in meiner Wohnung Ausnahmezustand. Es wird nach Absprache Betrieb gemacht. Finden sich mindestens 3 Leute zusammen, die an einem Tag Zeit und Lust haben, wird gespielt oder auch einfach nur gefachsimpelt. Die Abstimmung der Termine läuft per E-Mail und Internet über eine allen Beteiligten bekannte Seite. Montags bis Freitags findet der Betrieb abends nach Feierabend statt. Am Wochenende kann ganztägig gespielt werden. Thema ist der Ausgang der sogenannten Epoche I, genauer das Jahr 1919, also kurz vor der Gründung der Deutschen Reichsbahngesellschaft (DRG). Gefahren wird nach Fahrplan und Modellzeit mit Wagenkarten und Frachtzetteln nach dem Vorbild des FREMO-Betriebs.

Die Idee, so etwas stattfinden zu lassen, entstand aus mehreren Gründen. Ausgangspunkt war, dass es seit einigen Jahren einen "Arbeitskreis 1919" (AK1919) innerhalb der FREMO-Rhein-Main-Gruppe gibt. Der verfügt zwar einen beachtlichen geeigneten Fahrzeugbestand, aber AK1919-Betrieb wurde bis dato nur an einem einzigen Tag auf einem FREMO-Treffen gemacht. Insofern war die Situation etwas unbefriedigend. Ein weiterer Grund war die Sehnsucht, ein Modularrangement auch mal länger stehen lassen zu können - länger als die 3-4 Tage, die ein normales FREMO-Treffen dauert. Und letztendlich hat es für mich einen gewissen Reiz, für mehrere Wochen bei mir zu Hause jederzeit Modelleisenbahnbetrieb auf ansehnlicher Fläche machen zu können. Böse Zungen behaupten, dass der letzte Grund der eigentliche ist.

Es existieren von unseren Treffen Berichte und Bilder im Netz. Der Ort ist den Beteiligten bekannt. Nähere Informationen gebe ich per Kontaktanfrage über meine Homepage. Sh0


2008/2009

2011/2012

Silvesterlayout 2015/2016

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